Risikobeurteilungen nach europäischem Maschinenrecht - Inhouse-Seminar, Dauer 1 Tag
Rechtsakte & Normen – Durchführung & Dokumentation – Haftungsrisiken
Wer Maschinen plant, konstruiert oder verändert, muss nach den Produktrechtsakten für jede (auch unvollständige) Maschine eine Risikobeurteilung erstellen. Ansonsten riskiert man hohe Haftungszahlungen oder gar strafrechtliche Verfolgung.
Aber wie werden die Normen richtig umgesetzt? Wie geht man bei der Risikobeurteilung systematisch und zeitsparend vor, ohne dabei etwas zu vergessen? Und: Welche Haftungsrisiken haben betroffene Unternehmen?
Kompetente Antworten gibt es in unserem Inhouseseminar.
Ziele & NutzenDie Teilnehmenden
- kennen die für ihre Risikobeurteilung relevanten Normen (z. B. EN ISO 12100) und wissen, welche Pflichten sie aus dem europäischen Maschinenrecht haben.
- wissen, wie sie bei einer Risikobeurteilung Schritt für Schritt systematisch vorgehen (z. B. beim Identifizieren von Gefährdungen oder Einschätzen der Risiken) und die Ergebnisse nachweissicher dokumentieren.
- kennen die Stolperfallen, die bei einer Risikobeurteilung zur Haftung führen können und wissen, wie sie diese am besten umgehen.
WeiterbildungsinhalteRechtliche und normative Grundlagen
Maschinenrecht: Pflicht zur Risikobeurteilung
- Wer muss eine Risikobeurteilung erstellen?
- Abgrenzung Maschine – unvollständige Maschine: Auswirkungen auf die Risikobeurteilung
- Der Betreiber als Hersteller: Eigenprojektierung/Veränderung/wesentliche Veränderung von Maschinen
- Zusammenhang Risikobeurteilung – Betriebsanleitung
Normen
- Bedeutung harmonisierter Normen, Konformitätsvermutung
- Normenrecherche: Welche Normen sind einzuhalten?
- Grundlagennorm EN ISO 12100 – Bewährtes und Neues
Schrittweise Durchführung und Dokumentation einer Risikobeurteilung
- Iterativer Prozess: Methodisches Vorgehen – Die 5 Schritte zur Risikobeurteilung
1. Schritt: Bestimmung der Grenzen der Maschine
2. Schritt: Identifizieren von Gefährdungen; Katalog möglicher Gefährdungen
3. Schritt: Einschätzen der Risiken
4. Schritt: Bewerten der Risiken
5. Schritt: Minimierung der Risiken/Ausschalten der Gefährdungen
- Rechtssichere Nachweisdokumentation
- Hinweise zur zeitsparenden Vorgehensweise
- Hilfs- und Anwendersoftware
Sicherheitsrelevante Steuerungen
- Neue Norm EN ISO 13849-1: Bleiben Sie aktuell.
- Vergleich zur DIN EN 62061 (Sicherheits-Integritäts-Level)
- Performance Level, Gestaltung von Sicherheitsfunktionen, Verifikation und Validierung
- Arbeitshilfen (Tools SISTEMA und SOFTEMA)
Haftungsrisiken
- Einfluss der Risikobeurteilung auf die Produkthaftung
- Typische Fallstricke, die zu Produkthaftung führen können
- Haftung der Geschäftsführer/-innen, Entwickler/-innen, Konstrukteure und Konstrukteurinnen
TeilnehmerkreisGeschäftsführer/-innen, Technische Leiter/-innen, Betriebsleiter/-innen, Produktionsleiter/-innen, Entwickler/-innen, Konstrukteur/-innen, QM-Verantwortliche, CE-Beauftragte, Leiter-/innen der Dokumentation, Technische Redakteure und Redakteurinnen und sonstige Personen, die für die Technische Dokumentation verantwortlich sind.
Veranstaltungs-Code | FB24-325242-51438675 |