Projektleiter/in Lebendige Hospizkultur im Pflegeheim
Menschen im hohem Lebensalter sind in ihrer Würde und Lebensqualität besonders verletzbar. Sie „benötigen geeignete Versorgungsangebote, die auch palliative Gesichtspunkte ausreichend berücksichtigen. Besonders in den stationären Pflegeeinrichtungen bedarf es der systematischen Weiterentwicklung von Palliativkompetenz und Hospizkultur...“ Das fordert die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ eindrücklich. Das Hospiz- und Palliativgesetz (HPG) unterstreicht dieses Anliegen und setzt dafür erste wichtige Eckpunkte. Wie können Sie eine wirklich gute allgemeine Palliativversorgung Kräfte sparend und systematisch in Ihrer Einrichtung implementieren? Wie können Sie ein eigenes palliatives Profil entwickeln?
Ihr Auftrag
Ihre Einrichtung/Ihr Träger möchte ein Projekt zur Verbesserung der Palliativversorgung starten. Sie sind als motivierte Projektleiter/in gewählt. Idealerweise übernehmen Sie mit einer Kollegin im „Tandem“ diese Aufgabe und Sie besuchen auch zu zweit den Kurs „Projektwerksatt“ (Tandem z.B. Leitungskraft + Pflegekraft).
Der Weg
Wir bereiten Sie im Kurs zunächst auf diese Aufgabe vor und unterstützen Sie in der Projektzeit von A wie „Auftakt-Veranstaltung“ bis Z wie „Ziel-Feier“. Systematisch werden von uns im Kurs alle Schlüsselbereiche einer Palliativversorgung inhaltlich erschlossen. Sie erhalten Handwerkzeug, das Ihnen die praktische Umsetzung erleichtern wird. Die Projektwerkstatt kombiniert Fortbildung und Beratung in Kursformat mit Organisationsentwicklung vor Ort. Die Wirksamkeit dieses Modells ist wissenschaftlich evaluiert und nachgewiesen. Wir nutzen dabei auch unsere Erfahrungen aus erfolgreichen Modellprojekten und die Maßstäbe eines neuartigen Verfahrens, um eine gute allgemeine Palliativversorgung im Heim transparent zu machen (PallExcellence®).
Ziel
ist, dass Sie in und mit Ihrer Einrichtung eine bedarfsgerechte und für alle Betroffenen zugängliche Palliativversorgung mit hoher Qualität entwickeln. Diese soll die Bedürfnisse der Betroffenen und Nahestehenden schützen, aber auch den sie umsorgende Mitarbeitenden der Einrichtung gerecht werden.
Inhalte der Fortbildung
Modul 1 (vor Projektbeginn)
- Überblick über hospizliche Kultur, DHPV-Schlüsselfragen, Qualitätskriterien PallExcellence®, HPG-Anforderungen und Musterbeispiele für eine Palliativversorgung im Pflegeheim gewinnen
- Passende Verfahren für eine orientierte Ist-Analyse auswählen, Themen identifizieren
- Auftakt-Veranstaltung, Besetzung und Arbeitsweise ihrer Projektgruppe und Projektschriftte planen
- Umfassendes Muster-Konzept begutachten
- MitarbeiterInnen für Aufgaben der Palliativversorgung motivieren, sensibilisieren, qualifizieren
- Grundhaltungen Palliative Care entwickeln
- Frühzeitig Wünsche zur letzten Lebensphase taktvoll erfahren und rechtlich wirkungsvoll sichern
Modul 2
- Projekt-Standort reflektieren
- Palliative Versorgungsbedarfe erkennen, ärztliche Palliativberatung sichern
- Angehörige und Mitbewohner/innen hilfreich unterstützen
- Palliativversorgung und Sterbebegleitung multiprofessionell organisieren
- Situation nach Versterben und Abschiedskultur gestalten
Modul 3
- Externe Bündnispartner gewinnen, Schnittstellen und Kooperationen organisieren
- Ressourcen einer guten Vernetzung (z.B. SAPV) nutzen
- Palliative Fallbesprechung, Ethikberatung und Behandlung im Voraus Planung implementieren
- Öffentlichkeitswirksam das Profil präsentieren
Material
Handbuch: Palliativversorgung und Hospizkultur entwickeln. Arbeitshilfen, Musterstandards für die Projektarbeit vor Ort (ca. 440 Seiten, auch als CD).
Abschluss
Sie erhalten ein Teilnahme-Zertifikat
Leitung
Martin Alsheimer
Dipl.-Pädagoge, Dipl.-Trauerberater, Socialmanager, Systemischer Berater (MISW). Er leitet die Hospiz Akademie der GGSD, war lange Jahre Sozialberater in einem Pflegeheim und berät seit Jahren Projekte zur Palliativversorgung und Hospizkultur, Autor.
Im Auftrag der Bayerischen Stiftung Hospiz und BHPV entwickelte er in einer Machbarkeitsstudie ein neuartiges „Zertifizierungsverfahren für Palliative Care in stationären Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe“.
Termine der Projektwerksatt
1. Modul: 21.05. - 23.05.2019
2. Modul: 04.09. - 06.09.2019
3. Modul: 16.12. - 18.12.2019
Veranstaltungs-Code | FB24-245510-26541011 |
Voraussetzungen für die Teilnahme an diesem Kurs:
Zielgruppe: Träger und Einrichtungen der stationären Altenpflege. Hinweis: Es sollten immer zwei Projektbeauftragte einer Einrichtung teilnehmen.
Preis: 990, 00 €
990 Euro pro Person inkl. Material, Handbuch zum Projekt und Pausengetränke. Ratenzahlung gerne möglich. Die Rechnung wird Ihnen nach dem 1. Modul zugeschickt. (Empfehlung: 2 Teilnehmer/innen pro Einrichtung). 890 Euro pro Person (Empfehlung: 2 Teilnehmer/innen pro Einrichtung) für Mitglieder aus dem Paritätischen Wohlfahrtsverbands.
Bei der Preisangabe handelt es sich um den Bruttopreis.
Veranstaltungsort:
90419 Nürnberg
weitere Orte/Termine
Starttermin: Termin auf Anfrage
72 Unterrichtsstunden
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