Metakognitives Training für schizophrene Patient*innen (MKT)
Ziel des Workshops ist es, die Teilnehmenden zur eigenständigen Durchführung des Trainings im Gruppen und Einzelsetting zu befähigen. Der Ansatz des Trainings sowie die einzelnen Module werden ausführlich vorgestellt und erläutert, sowie Einblicke zu den theoretischen Hintergründen gegeben. Die Vermittlung der Durchführung steht im Vordergrund des Workshops und erfolgt durch Beispiele und praktische Übungen. Dabei wird auch darauf eingegangen, wie das Training für verschiedene Patientengruppen und Settings angepasst werden kann.
Das Metakognitiven Training (MKT) ist eine Gruppenintervention für Patient*innen mit Psychose. Patient*innen lernen im MKT eine Meta-Ebene über ihr Denken einzunehmen und kognitive Denkverzerrungen zu reflektieren, die bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Wahn eine Rolle spielen (z.B. voreiliges Schlussfolgern, Überkonfidenz, Unkorrigierbarkeit und Schwierigkeiten beim Einfühlen). Gestützt mit einer Multimediapräsentation werden die Patient*innen angeleitet über negative Folgen von Denkverzerrungen zu diskutieren, die durch spielerische Aufgaben erfahrbar gemacht werden. Als Weiterentwicklung aus dem Gruppentraining entstand das individualisierte Metakognitive Therapieprogramm für Menschen mit Psychose (MKT+) für das Einzelsetting. Hier werden zusätzlich Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie aufgegriffen. Die Wirksamkeit vom MKT bei Psychose konnte bereits in Metaanalysen gezeigt werden, sodass seit 2018 das MKT in den Behandlungsrichtlinien der deutschen Fachgesellschaften DGPPN und DGPs für die Behandlung von Schizophrenie empfohlen ist.
Veranstaltungs-Code | FB24-489685-56814205 |
Veranstaltungsort:
69168 Wiesloch
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Starttermin: Termin auf Anfrage
2 Tage, 1.Tag von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr + 2.Tag von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr
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