Hundegestützte Intervention im Kontext Psychiatrie
Eine Einführung in das Therapiekonzept HundsKerle TGT
HundsKerle TGT ist das erste standardisierte und auf seine Wirksamkeit evaluierte hundegestützte Therapiemanual. Es wird bereits in verschiedenen Justizvollzugsanstalten und Maßregelvollzügen erfolgreich angewendet. Es zielt darauf ab, die Wahrnehmung von Gedanken, Gefühlen und damit einhergehenden Körperempfindungen zu schulen und dadurch Patient*innen in die Handlungsfähigkeit zu bringen. Durch den gezielten Einsatz der qualifizierten Hunde wird in Ergänzung zu rein verbalen Behandlungsverfahren ein nonverbaler Zugang zu einem überwiegend unsicher oder desorganisiert gebundenem Klientel ermöglicht. In den praktischen Übungen mit den Hunden erfahren Ihre Patient*innen eine unmittelbare und authentische Rückmeldung zu ihrer Kommunikation, insbesondere ihrer Körpersprache. Der Wunsch, die Übung mit dem Hund erfolgreich umzusetzen, motiviert die Teilnehmenden dazu, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren und zu verändern. Insbesondere bei der Behandlung von Persönlichkeitsstörungen profitieren alle Beteiligten von diesem erweiterten Rahmen: Sie erleben Ihre Patient*innen über die eher auf einen "Austausch von Worten" angelegte dyadische therapeutische Situation hinaus in einem komplexen sozialen Aktionsfeld, in dem Sie deren Interaktionsmuster viel besser erfassen können. Der zielgerichtete Einsatz der Hunde verändert das dyadische Setting in ein Tryadisches und bietet Ihren Patient*innen die Möglichkeit, sich im Kontakt mit den Hunden auf Interaktion einzulassen, zu explorieren und neue Erfahrungen zu machen. Die von der Fachkraft angeleitete Interaktion zwischen Patient*nnen und Hunden schafft ein soziales Aktionsfeld, das Ihren Patient*innen u. a. ermöglicht:
- neue Kompetenzen zu erlernen
- aus dem Kreis der negativen Lernerfahrungen, die bisher als Berechtigung für das dissoziale Denken und Handeln dienten, herauszutreten
- Ressourcen zu aktivieren
- Scham und Unterlegenheitsgefühlen, die oftmals Hintergrund der Straftat waren, zu ersetzen
- unbewusste kognitive Schemata/ Verhaltensmuster wahrzunehmen
- Zugang zu den eigenen Emotionen und Empathie zu erlangen
- die Selbst-und Fremdwahrnehmung zu fördern
- Wahrnehmung im ''hier und jetzt'' zu üben
- Spannungsgeladene und frustrierende Situation auszuhalten statt abzureagieren.
Die therapeutische Beziehung ist ein zentraler Baustein einer erfolgreichen Therapie. Die Therapierenden im HundsKerle TGT können, unterstützt durch ihren Hund, der sich nicht auf das dysfunktionale Spiel seines Gegenübers einlässt, eine souveräne, stabile und verlässliche Beziehung zu den Patient*innen aufbauen, die dann auch therapeutisch notwendige Frustrationen aushält.
Ziele
- Einführung in das evaluierte hundegestützte Therapiekonzept HundsKerle TGT
- Vermittlung von Möglichkeiten, Grenzen und den besonderen Herausforderungen hundegestützter Intervention
- Erlebnisse von Selbsterfahrung mit Hunden der Referentin; hierbei praktische Vermittlung von Kenntnissen, wie der Hund zielgerichtet eingesetzt werden kann
- Workbook: Ist meine Einrichtung bereit für ein hundegestütztes Therapiekonzept wie das HundsKerle TGT?
Sonderpreis nur noch gültig bis | 21.08.2025 |
Veranstaltungs-Code | FB24-458009-60845669 |
Veranstaltungsort:
69168 Wiesloch
weitere Orte/Termine
Starttermin: 22.10.2025 - 23.10.2025
2 Tage, jeweils von 09:00 Uhr - 17:00 Uhr
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